Lebenszeichen: Eine neue Geschichte

Überraschung.

Keine Ahnung, ob dieser Beitrag noch einige meiner alten Follower erreicht, aber ich würde mich sehr darüber freuen.

Nach sehr langer Zeit, habe ich endlich wieder ein größeres Projekt angefangen. Wenn das hier noch jemanden erreicht, würde ich mich sehr über Meinung und Kritik freuen.

Mit dem Klick auf das Bild geht es zum neuen Blog:

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Wer lieber direkt zum Prolog springen möchte: Klick

Wenn alles gut läuft und ich wieder Inspiration zum Schreiben finde und sie halten kann, werde ich die Geschichte von Rockland Jess neu umsetzen. Zumindest ist das noch ein großer Wunsch von mir, an dem ich festhalte.

Mit aller besten Grüßen

Brina alias Doggie

Sneak Peek

Na, was EA im Bezug auf Sims 4 kann, kann ich auch. 😉

Ich dachte mir, da ihr noch eine Weile auf den Neustart warten müsst, zeige ich euch schon mal, wenn wir im neuen Prolog wiedersehen werden.

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Bonus:

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Die zwei, ich schwöre…egal, wie oft ich sie erstelle. xD

Leuchtturm und Duenengrund

Zwei Grundstücke für Rockland Jess sind fertig.

Wichtig ist natürlich, dass es einen Leuchtturm auf der Insel gibt:

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Die neuen Ecktreppen kamen mir hier sehr gelegen. Zum Schluss noch der Ausblick von ganz oben auf die Insel.

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Das erste Tauchgrundstück habe ich ebenfalls dekoriert. Es ist das kleinste von drei Tauchgrundstücken und vom Schwierigkreitsgrad das einfachste.

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Es geht langsam voran. Zwischendurch werde ich auch den Blog ein bisschen umbauen. Alles Stück für Stück. 🙂

LG Doggie

Der Status quo

*schaut verlegen um die Ecke*

Hiho, ja, tja, bisschen tote Hose hier…

Ich habe es zwar durchaus geschafft, meinen Vorsatz mit dem verbesserten Zeitmanagment einzuhalten, aber das hieß längere Zeit auch, dass ich Sims links liegen gelassen habe. Im Moment spiele ich wieder mehr und ich arbeite auch schon länger wieder an RJ, aber neben Studium und Weiterbildung bleibt dann doch nicht viel Zeit. Habe sogar das einjährige Jubiläum verpasst. *drop*

Was den Status quo angeht – ich könnte mir vorstellen, dass es etwas seltsam rüberkommt. Ich hoffe, ich kann euch dennoch dafür begeistert.

Wofür eigentlich? Für einen Neustart.

Ich habe in den letzten zwei Monaten (etwa) eine Nachbarschaft gebastelt. Die Idee dazu kam mir spontan und daraus ist dann eine Geschichte geworden, die sich fast von selbst, mit der bestehenden Idee zu RJ verwoben hat.
Die bisherige Story hat für mich ein paar Nachteile. Das liegt daran, dass ich damals einfach drauf losgespielt habe. Daran ist grundsätzlich nichts verkehrt, die Sims, die daraus entstanden sind, liebe ich trotzdem schon sehr innig. ^^
Allerdings war die Wahl der NB mit Aurora Skies nicht besonders klug. Dadurch, dass sich die FaDyCha so storylastig entwickelt hat, kann ich vieles nur mühsam umsetzen (wenn überhaupt). Zwischenzeitlich hatte ich bei Sanne (in der Kreativoase) angefragt, ob ich Wunderwald nutzen könnte, aber die ideale Lösung war es dann auch nicht. Außerdem fallen mir immer mehr „Plotlöcher“ und Logikfehler auf, die vielleicht nicht so gravierend sind, mich aber unheimlich stören.

Was mich allerdings am meisten stört, ist die Ziellosigkeit der Charaktere – Nick ausgenommen. Die anderen sind irgendwie nur da, weil Nick eben da ist und mir fehlt noch etwas der Bezug zu ihnen. Ich weiß nicht, inwieweit sich das nachvollziehen lässt. Ich mag es, wenn die Charaktere die Richtung der Geschichte bestimmen und mit der aktuellen Version drücke ich vieles noch in gewünschte Situationen, Auseinandersetzungen usw.

Lange Rede, kurzer Sinn – ich beginne von vorne. Es wird eine Vorgeschichte mit neuen Charakteren geben und eine neue Insel. Ich kann leider nicht sagen, in welchem Tempo ich diese neue Geschichte schreibe, erst mal muss ich die Welt bebauen. Das wird noch eine Weile dauern, aber ich werde versuchen regelmäßig den Status zu posten.
Nebenbei bin ich an der Charakterentwicklung, denn ich behandele das hier wie einen Roman. Mag sein, dass es eigentlich „nur“ eine Sims-Geschichte ist, aber für mich hat sich RJ zu mehr entwickelt. Deswegen werde ich die Geschichte auch erzählen, ich hänge zu sehr an ihr, um aufzugeben.

Ich hoffe sehr, dass ihr die Geschichte dann wieder begleitet.
Heute gibt es erst mal die Bilder zur Welt, die ich die nächste Zeit bebauen werde:

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Zum Sim hülle ich mich noch in Schweigen. 😉

Ich möchte mich an dieser Stelle auch noch mal ganz lieb bei euch bedanken! Für alle tollen Kommentare bis hierher und für die Unterstützung! Und natürlich für die Geduld!

Habt noch einen wundervollen Ostermontag!

Eure Doggie

Frohes Neues Jahr 2014!

Für das neue Jahr wünsche ich euch alles Gute, vor allem Gesundheit, aber auch Glück und Erfolg und viel viel Liebe!

Ich hoffe, ihr hattet alle einen guten Rutsch nach 2014. 🙂

Ich freue mich auf das neue Jahr, 2013 hat für mich so viele Veränderungen gebracht, dass es Zeit wird, sich neu zu ordnen. Das ist mir, glaube ich, ganz gut gelungen.

Habt ihr Vorsätze fürs neue Jahr? Ich denke Pläne gibt es immer, „To Dos“, Wünsche, Träume. Ich habe einen Vorsatz für das neue Jahr, der mir wichtig ist und auf dessen Umsetzung ich mich konzentrieren sollte: Meine Selbstorganisation verbessern!

Ja, damit habe ich schon meine Probleme. Dieses Semester habe ich allerdings gelernt, wie ich es besser machen kann und da im ersten Halbjahr von 2014 mein Studium und ein Vollzeit-Lehrgang auf mich warten, scheint mir dieser Vorsatz sehr passend.

Das heißt natürlich auch, dass ich einen Weg finden möchte, meine Hobbys ohne Stress in meinem Alltag unterzubringen. Ich vermisse Rockland Jess und es juckt mich schon sehr in den Fingern, mit der Geschichte weiterzumachen. Nur war in letzter Zeit alles so chaotisch, dass ich mich darauf beschränkt habe, im Dunkeln zu plotten und einige Kapitel und Szenen zu schreiben, die gerade geschrieben werden wollten.

Mit dem neuen Jahr, starte ich hier auch wieder durch. Die Posen für die Bilder sind sortiert, ich freue mich aufs Spielen, Schreiben und Fotos machen. Ich hoffe, ihr habt noch Lust dabei zu bleiben.

Zum neuen Jahr gibt es ein kleines Fotoshooting mit den Charakteren der Geschichte.

Four Seasons

Liebe Grüße
Dat Doggie

Kapitel 2.03

Candys Reiseblog

Entdeckungen in Al-Simhara – Tag 1
gepostet 22:54 Uhr

Endlich, endlich, endlich! Wer hätte gedacht, dass mein großer Traum noch wahr wird. Fragt mich nicht, wie ich diese Archäologen-Professoren im Endeffekt überzeugt habe, mich zu schicken. Ich freu mich natürlich trotzdem! Und ich freu mich, dass ihr mich auf meinen Reisen begleitet.
Ich kam heute am späten Abend an. Bereits auf der Reise hierher hatte ich mich umgezogen und dem warmen und trockenen Klima angepasst. Bevor ich mir das Basiscamp genauer ansehe, mache ich mich direkt auf den Weg zum hiesigen Markt. Da noch keine Aufgaben am ersten Abend auf mich warten, wollte ich direkt eine der örtlichen Spezialitäten probieren. Die Verständigung mit den Einheimischen ist noch sehr mit Gesten verbunden, aber ich komme an mein Shawarma.

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Danach geht es dann ins Basiscamp. Mehr als ein Zelt wartet dort nicht auf mich, aber auch wenn man es mir nicht zutraut, das macht mir gar nichts. Ich bin einfach nur froh über die Auszeit von zu Hause.

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Entdeckungen in Al-Simhara – Abenteuerliche Aufgaben
gepostet 20:46 Uhr

Am nächsten Tag war es dann schon soweit. In der Gemeinschaftsküche konnte ich mich bedienen und mir ein Frühstück zubereiten, bevor ich mich für eine der ausgeschriebenen Aufgaben entschied.

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43Die Einheimische, die die Aufgabe ausgeschrieben hatte, sprach zum Glück meine Sprache. Ich frage mich, wie viele Abenteurer sich für diese Art von Arbeit bewerben. Die Frau – den Namen hab ich vergessen –  will, dass ich mir eine Kammer in der Nähe vom Basiscamp ansehe. Vorher soll ich mir am Markt getrocknete Lebensmittel und anderes Zeug besorgen. Die Idee war nicht nur gut, sondern eine Win-Win-Situation für mich. Der Verkäufer ist nämlich ganz nach meinem Geschmack.

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Dann ging es auch schon in die Kammer. Und ich sag euch, abenteuerlich wurde es danach auf jeden Fall.

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Zum Schluss hab ich versiegelte Unterlagen gefunden. Tja, das Ganze war wohl ein Test, denn wie alt sollen diese Unterlagen schon sein…
Die Frau räumte auch gleich ein, dass es ein Test war und schickte mich weiter zu einem Samir Amin. Der wollte, dass ich so eine Art Meinungsumfrage mache. ‚Was halten die Einheimischen von MorcuCorp?‘ Was ist das denn bitte?

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Na ja, auch sowas gehört wohl dazu…

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Entdeckungen in Al-Simhara – Der hilfsbereite Ameen
gepostet 22:17 Uhr

Warum nicht aus der Not eine Tugend machen? Nach Meinungen zu fragen, ohne die heimische Sprache zu sprechen, gestaltet sich schwierig, oder?
Erinnert ihr euch an den netten Verkäufer? Ameen heißt er und er hat sich als Übersetzer angeboten. Wir hatten einen sehr lustigen Tag – auch wenn die Umfrage eher negative Ergebnisse brachte – und ich merke, dass da mehr geht.

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Jedenfalls hat Samir sich nicht allzu sehr über die schlechten Meinungen gewundert. MorcuCorp scheint irgendwas in Al-Simhara zu planen, anscheinend suchen die auch nach archäologisch-wertvollen Artefakten. Samir schickte mich jedenfalls noch mal los, um ein paar Edelsteine zu sammeln und so rannte ich bis in die späten Abenstunden durch die Gegend. Prickelnd, ehrlich. Dann doch lieber eine gefährliche Grabkammer…

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Entdeckungen in Al-Simhara – Bekanntschaften nach meinem Geschmack
gepostet 0:28 Uhr

Es wird schon wieder Zeit abzureisen. Die Zeit ging wahnsinnig schnell rum, ein bisschen gespannt, was zu Hause passiert ist, bin ich schon. Trotzdem könnt ich noch länger bleiben. Entsprechend dankbar war ich, als Samir meinte die nächste Aufgabe könnte bis zu meiner nächsten Reise warten. Ameen wollte nämlich gerne noch Zeit mit mir verbringen und warum sollte ich da ‚Nein‘ sagen?

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Glaubt mir, mit den Kerlen zu Hause läuft nichts, deswegen lass ich Ameen ganz sicher nicht so einfach von der Angel. Zum Glück sieht er das genauso, er hat mir gezeigt, dass sogar der Markt ein hübsches Artefakt versteckt, das auch für – nun ja – spaßige Dinge genutzt werden kann.

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Ich kann es kaum erwarten, wieder zu kommen!

Hiatus

Hi zusammen,

ich bin mir zwar nicht sicher, wie viele das hier lesen werden, aber ich hoffe es erreicht die Meisten.

Leider werde ich Rockland Jess eine Weile pausieren. Ich habe noch viel mit der Geschichte vor und es wird weitergehen, aber nicht in der nächsten Zeit.

Persönlich habe ich momentan viel um die Ohren. Mein Vater ist am Wochenende verstorben und auch wenn es nach langer Krankheit nicht ganz unerwartet kam, ist es für meine Familie und mich natürlich nich einfach. Momentan überschlägt sich mein Leben auch in vielen anderen Dingen – Studium, Hauskauf, Beruf – und ich bin in einer Phase, wo ich nun einen Weg für die Zukunft wählen muss.

Es fehlt mir nicht komplett die Zeit für Sims, so allmählich soll es auch wieder eine Ablenkung vom Alltag sein. Ich möchte allerdings was Neues anfangen. In der momentanen Situation klingt es für mich ganz gut, alle „alten“ Projekte eine Weile ruhen zu lassen und etwas zu starten. Etwas, in das ich mich immer zurückziehen kann, wenn alles andere zu viel wird, auf das ich mich ganz allen konzentrieren kann. Mal sehen, ob es mir gelingt oder ob es mich dann doch wieder zu den bestehenden Nachbarschaften zieht.

Wenn es soweit ist, werde ich Bescheid geben.

Bis hierhin möchte ich mich noch mal bei euch bedanken. Eure Rückmeldungen haben mich sehr glücklich gemacht und ich freue mich darauf, zu Rockland Jess zurück zu kehren, wenn mein Leben wieder geordnete Bahnen läuft und ich mich wie gewohnt in viel zu viele verschiedenen Sims-Projekte stürzen werde.

Eure Doggie

Kleine Info am Rande

Vielleicht ist es schon aufgefallen, aber ich habe die Menüleiste erweitert. Es gibt jetzt „Hinter den Kulissen“, wo Infos und andere Dinge zu sehen sind.

Heute neu sind die Outtakes zum ersten Kapitel.

Dort finden sich aber auch die Regeln und meine erreichten Ziele. Demnächst ergänze ich auch die Downloadseite.

Die Seite wird immer mal wieder erweitert. Wenn es neue Unterseiten gibt, sag ich Bescheid. 😉

LG Doggie

Kapitel 2.02

Candy war gut in Al Simhara angekommen. Kurz angebunden hatte sie Rosi am Telefon von der Hinreise erzählt und war dann auch schon auf und davon die Stadt zu erkunden. Bis zu ihrer Rückkehr würden wir wohl nicht viel von ihr hören.
In der Zeit spielte sich eine gewisse Routine mit den Festlandgängen ein. Ich war nicht ganz unglücklich darüber, dass ich an die Insel gebunden war, Transport über Wasser war mir noch nie geheuer gewesen.
Eines Morgens wunderte ich mich, dass Sanji alleine in der Küche saß.

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Normalerweise war Rosi ebenfalls da oder eben keiner von beiden, weil sie drüben übernachteten. Die erste Variante war mir natürlich lieber, so musste ich mein Frühstück nicht selber machen. Da Sanji also nun alleine dort saß, wusste ich sofort, dass ein wichtiges Gespräch anstand. Zumindest hätte ich das spätestens gewusst, als er aufsprang und mit übertrieben guter Laune einen Teller für mich fertig machte.

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Er ließ mich in Ruhe essen und wollte sich dann meinen Teller schnappen, um für mich abzuspülen. Ich war schneller und beäugte ihn misstrauisch.
„Jetzt sag halt worüber du reden willst.“, meinte ich mürrisch, stand auf und ging zur Spüle.
Sanji grinste kurz ertappt und folgte mir.
„Ich möchte gern mit Rosi zusammen wohnen.“
„Das habe ich aus deinen Andeutungen gelesen, ja.“

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Ich spülte den Teller kurz unter laufendem Wasser ab und stellt ihn neben die Spüle. Erneut stellte ich fest, dass Sanji seinen Teller schon abgewaschen hatte. Er konnte nie warten, bis wir beide mit dem Frühstück fertig waren, es musste sofort alles seine Ordnung haben. Ich war der Meinung, es war Wasser Verschwendung.
Er reichte mir das Tuch zum Trocknen.
„Warum hast du dann nicht mal was dazu gesagt?“
„Weil ich das nicht mag und das weißt du. Mach halt eine klare Ansage.“
Ich stellte den Teller weg und sah ihn erwartend an.

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„Ist das denn okay für dich? Wenn Rosi und ich zusammen ziehen?“
„Klar, ich hab kein Problem damit alleine zu wohnen.“
Er zog irritiert die Augenbrauen nach oben.
„Aber du wohnst dann doch mit Patrick zusammen.“

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„Eh? Warum?“
„Na, du ziehst nach drüben und Rosi zieht hier ein.“
„Moment mal! Spinnst du?“
Vor den Kopf gestoßen sah Sanji mich an, ich fuhr wütend fort.

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„Hast du mal darüber nachgedacht? Ich wär doch dann eh jeden Tag hier oder kümmerst du dich dann um den Garten? Oder um die Hühner? Und du glaubst doch nicht, dass ich die Schleifmaschine rüber schleppe, kurz nachdem wir gerade eine Überdachung dafür gebaut haben.“
Genervt winkte er ab.

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„Okay, dann tausche ich eben mit Patrick, wenn es so ein großes Problem für dich ist.“
„Ich werde nicht mit Patrick zusammen wohnen.“
Mit verschränkten Armen sah ich ihn an, während er immer lauter wurde.
„Jetzt hast du ein Problem mit Patrick?“

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„Nein, ich habe ein Problem damit, dass du bereits entschieden hast. Für mich, für Patrick. Es ist ja wohl nicht zu viel verlangt, das gemeinsam zu besprechen. Du kannst nicht einfach vollendete Tatsachen schaffen.“
„Es gibt doch keine andere Möglichkeit! Glaub ja nicht, ich würde die anderen da mit rein ziehen, weil du ein Drama draus machst.“
Ich versuchte mit aller Macht den Impuls zu unterdrücken, ihm eine reinzuhauen. Angespannt fuhr ich mir durch die Haare.
„Hast du überhaupt mit Rosi darüber gesprochen?“
„Es soll eine Überraschung…“
„Simmer, Sanji!“, fuhr ich auf. „Kein Wunder. Rosi hätte wahrscheinlich pragmatischer über die Sache nachgedacht.“
„Was willst du damit…“

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„Du siehst nur deine rosarote Zukunft mit Rosi.“, unterbrach ich ihn erneut. „Hauptsache du wohnst schnell mit ihr zusammen. Es gibt genug Möglichkeiten. Was ist mit Law und Viola? Es ist durchaus möglich, dass die beiden ebenfalls zusammen ziehen wollen. Dann wäre Laws Hütte unbewohnt. Oder was ist mit dem Hausboot, das noch am Festland auf uns wartet?“
„Als ob du auf dem Wasser…“, versuchte er erneut dazwischen zu gehen.
„Ich nicht, aber vielleicht Patrick. Er ist alt genug, um alleine zu wohnen, will er wahrscheinlich auch. Oder vielleicht ist das Boot etwas für euch beide oder für die anderen. Sanji, wir sind eine Gemeinschaft und sowas solltest du in der Gemeinschaft besprechen.“

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Schweigend blickte er auf den Boden. Er wusste, ich hatte Recht und ich war verletzt, dass er so einfach entschied, wo ich zu wohnen hatte. Ein Teil von mir wusste, dass er es nicht böse meinte. Dass Sanji in Bezug auf Rosi kopflos handelte, war keine Überraschung für mich. Trotzdem, er hatte noch nicht mal darüber nachgedacht, ob ich damit glücklich wäre.
Ich seufzte und schluckte meinen Ärger herunter.
„Denk…denk einfach noch mal drüber nach.“
Sanji nickte, ohne mich anzusehen und ich ging. Draußen sah ich, dass Rosi auf dem Weg zu uns war.

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Ich winkte ihr kurz und lenkte meine Schritte nicht wie geplant Richtung Garten, sondern geradeaus ins Zentrum. Besser die beiden redeten in Ruhe darüber, allein.
In der Gemeinschaftsküche angekommen stand ich etwas verloren herum. Nach Kaffee war mir nicht und ich sollte die Situation zwischen mir und Sanji besser nicht verschlimmern, in dem ich an die Vorräte ging.

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Für einen Moment überlegte ich rüber zu Thomas zu gehen, um mit ihm darüber zu reden, als die Tür aufging.
„Also hab ich doch richtig gesehen.“
Es war Law.
„Ich hab dich reingehen sehen. Alles okay?“
Irritiert sah ich ihn an.
„Ja, warum?“

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Er beäugte mich misstrauisch und mir wurde klar, was er dachte. Normalerweise hielt ich mich hier nie alleine auf, was allen auch wegen der Vorräte lieb war.
Ich grinste verlegen und fuhr mir durchs Haar.
„Keine Angst, ich lass die Finger vom Vorratsschrank. Es ist nur, Sanji und ich haben gestritten und ich weiß nicht so wirklich wohin mit mir.“

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„Willst du reden?“, bot er mir an und ich kaute unsicher auf meiner Unterlippe. Im Endeffekt nickte ich und folgte ihm zurück ins Krankenzimmer. Schließlich konnte ich ihm nicht ewig aus dem Weg gehen.
Also erzählte ich Law von der Auszug-Umzug-Sache.
„Ich hab nichts dagegen.“, endete ich. „Aber es wär schon nett, wenn er mal vorher fragt, oder?“

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Law lachte leise.
„Typisch, Sanji. Erst machen sie ein Geheimnis draus und jetzt geht es nicht schnell genug.“
Wir schwiegen einen Moment und ich spürte eine gewisse Anspannung bei Law. Ich seufzte innerlich. Wahrscheinlich musste ich mich damit abfinden, dass mir Situationen mit ihm nun immer irgendwie seltsam vorkamen.
„Was ist eigentlich mit dir?“, fragte er plötzlich.
„Wie mit mir?“

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„Na, wie stellst du dir die Zukunft vor. Ich meine, du willst nicht wirklich immer alleine sein, oder?“
Ich verstand worauf er hinaus wollte, antwortete aber nicht.
„Du hast doch sicherlich mal drüber nachgedacht?“, fuhr er fort.
Hatte ich? Natürlich hatte ich mir in den letzten Monaten immer wieder vorgestellt, wie es wäre mit Law zusammen zu sein. Das konnte ich ihm allerdings unmöglich sagen. Manchmal ließ die Erinnerung an das, was er über seine Beziehung zu Viola gesagt hatte, ein kleines Fünkchen Hoffnung zu. Doch wie ich es auch wendete und drehte, seit diesem Gespräch im Herbst, war ihre Beziehung nicht auseinander gegangen. Law hatte gezweifelt, aber offensichtlich hatten die beiden eine gemeinsame Lösung gefunden.

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„Nein.“
Es war die einzig richtige Antwort. Law war keine Option und ich würde unser Verhältnis nicht aufs Spiel setzen. Als Bruder und Freund wollte ich ihn nicht verlieren. Ich konnte es nicht. Lieber blieben meine Gefühle für immer ein Geheimnis. Egal, wie sehr mich das an jeden bescheuerten Liebesfilm erinnerte, den ich mir hatte ansehen müssen.
Gedankenverloren kaute ich auf meiner Lippe und bemerkte nicht, wie Law näher heran trat. Erst als er meinen Kopf zu sich drehte, wurde mir seine Nähe bewusst.

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Er lächelte sanft und mein Herz setzte einen Takt aus. Ich spürte, wie sein Daumen über meine Unterlippe strich, bevor er sich löste und nach meiner Hand griff. Wie paralysiert beobachtete ich, wie er zuerst sanft über meinen Handrücken strich und dann meine Fingerknöchel küsste. Ein warmer Schauer lief mir den Rücken hinab.
„Glaubst du nicht, dass du dich irgendwann nach so etwas sehnen wirst?“
Seine Stimme war leise, aber seine Worte schleuderten mich zurück in die Realität. Nach dem, was du mit Viola hast?, ging es mir durch den Kopf und mir wurde bewusst, dass er mich vielleicht nur ärgerte.
Ich zog meine Hand zurück und sah ihn resigniert an.

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„Ich bin einfach für so was nicht geschaffen, okay? Du solltest mich lange genug kennen, um zu wissen, dass es keine Phase ist. Unabhängig davon, ob wir nun hier auf der Insel leben oder nicht, ich war und bin nicht der Typ, der Familie gründet. Ich mag mein Leben so wie es ist und ich will daran nichts ändern. Das heißt nicht, dass ich allein bin. Ich bin nur nicht verliebt.“

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Ein Ausdruck von Mitleid kroch über sein Gesicht. Es bestand auch noch immer die Möglichkeit, dass ich zu viel in meine Gefühle interpretierte. Wahrscheinlich hätte ich nie so für Law empfunden, wenn wir uns nicht für Rockland Jess entschieden hätten, oder?
Ich versuchte ein Lächeln.

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„Keine Angst. Ich bin völlig okay damit, für eure Kinder den Onkel zu spielen.
Ich muss mich langsam mal um den Garten kümmern.“, wechselte ich das Thema und schickte mich an zu gehen.
Law hielt mich zurück und ich brauchte einen Moment, bevor ich mich wieder zu ihm umdrehen konnte.
Lass mich einfach gehen, bat ich in Gedanken.

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Sein Gesicht wirkte angespannt, aber mal wieder war es schwer zu deuten, was genau er empfand.
„Nick…ich…Viola und ich…“
Dass Law stotterte irritierte mich. Angestrengt schien er zu versuchen, meine Gesichtszüge zu lesen und kam dann anscheinend zu dem Ergebnis, dass es nichts bringen würde.
Er ließ meinen Arm los.
„Tut mir leid. Ich werde das Thema ruhen lassen.“

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Ich nickte und ging.